Der »Hausmeister« der Eiger Nordwand – Stefan Siegrist
Schon als 20-jähriger sorgte er mit der Winterbegehung der Eiger-Nordwand für Schlagzeilen. Mittlerweile hat der gebürtige Berner seinen »Hausberg« bereits 20-mal bestiegen und ist in den Bergen der Welt zu Hause.
Heimspiel in den Berner Alpen
Seine schwierigsten Routen kletterte Stefan in den heimischen Alpen. 2000 eröffnete er »La vida es silbar« (7c) und 2001 glückte zusammen mit Ueli Steck die Erstbegehung von »The Young Spider« (EX+, 7a, A2, WI6/M7). Seine Allroundfähigkeiten bewies er ebenfalls mit Steck, als sie 2004 die Nordwände von Eiger, Mönch und Jungfrau in nur 25 Stunden durchstiegen und auch noch die schnellste Seilschafts-Begehung der Eiger-Nordwand einheimsten. Mit einer Zeit von neun Stunden unterboten sie den dreißig Jahre alten Rekord von Messner und Habeler um eine Stunde. Der vorläufige Höhepunkt gelang dem Dreamteam 2008 mit der Erstbegehung von »Pacienca« (8a), der schwierigsten Sportkletterroute an der Eiger-Nordwand.
In den Bergen der Welt
Stef ist viel und gerne unterwegs: 1997 bestieg er den Fitz Roy und 1999 gelang ihm die erste Winterbegehung der Cerro-Torre-Westwand. Und es ging immer noch höher: 2004 kletterte er über den bis dahin unbegangenen Nordwestgrat auf den Thalay Sagar im Himalaya, und 2006 gelang es seinem Expeditionsteam, den Gasherbrum-Ost über die Nordseite zu besteigen. Im Dezember 2008 war Stef mit den Huberbuam erfolgreich. Auf ihrer gemeinsamen Antarktis-Expedition ins Queen- Maud-Land gelangen ihnen drei Erstbegehungen, darunter die Holtanna- Westwand über die Route »Eiszeit«, VII+, A4.
Unterwegs zu sich selbst
Wenn Stef einmal nicht unterwegs ist, lebt der Bergführer und gelernte Zimmermann in Interlaken. Eines zeichnet die Ziele von Stef Siegrist aus: egal, ob Himalaya, Patagonien oder Antarktis – der naturverbundene Extrembergsteiger sucht in seinen Projekten nicht nur die physische Herausforderung, sondern auch den Weg zu sich selbst.
Autor: Der Bergsteiger
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