Maurizio Zanolla
Maurizio Zanolla, in der Kletterszene als »Manolo« bekannt, ist einer der Pioniere des modernen Felskletterns in Italien. Der gelernte Bierbrauer lebt mit seiner Lebensgefährtin Christina und zwei Kindern im Trentino, in Transacqua di Fiera di Primiero, in den Dolomiten, am Fuße der imposanten Pale di San Martino. Seit 35 Jahren ist er im extremen Fels unterwegs, und er arbeitet als staatlich geprüfter Bergführer und Kletterlehrer.
Große und kleine Wände...
»Manolo« begann als 16-Jähriger in den heimatlichen Felsen der Pala-Gruppe mit dem Felsklettern. Schnell wurde er einer der besten italienischen Felskletterer und als das Sportklettern auch in Italien populär wurde, war er einer der Pioniere dieser neuen Form des Extrem-Alpinismus. Legendär ist seine Erstbegehung »Supermattita« (VII+) an der Ostwand des Saas Maor in der Pala, die er im Jahr 1980 mit ganz wenigen Sicherungshaken eröffnete und die bis heute zu den anspruchsvollsten Freiklettereien in der Pala-Gruppe zählt. Vor allem aber wurde er bekannt durch seine Erfolge als Sportkletterer. Als jeweils erster Italiener eröffnete er Routen im VIII., IX., X. und vermutlich auch im XI. Schwierigkeitsgrad – zum Teil an seinemm Hausberg, dem Monte Totoga, aber auch im Sarcatal und in anderen italienischen Kletteregebieten. Alle seine Erstbegehungen sind geprägt von extrem hohen klettertechnischen Anforderungen und deshalb werden bis heute nur selten wiederholt.
»Il Mago«
Nach dem Mott »Wer rastet, der rostet«, ist »Manolo« auch mit über 50 noch in den schwierigsten Routen unterwegs – »schenkte« er sich zum 50sten die Route »Bimbaluna« (9a+ ) im sachweizerischen Top-Klettergebiet St. Loup. Sein letzter großer Coup in den Dolomiten war die Erstbegehung von »Cani Morti« (8b+) im glatten X. Schwierigkeitsgrad – mit nur 19 Zwischensicherungen auf fünf langen Seillängen. Kein Wunder, dass er in der Kletterszene auch den Beinamen »Il Mago« (der Zauberer) trägt…