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Stark in Fels und Eis – Ines Papert

Die vierfache Weltmeisterin im Eisklettern setzt auch am Fels starke Akzente. Denn Mixed-, Sport- und Alpinklettern liegen ihr ebenso wie das Bergsteigen.

Vom Saxophon zum Steigeisen

Ines Papert

Ines Kindheit im sächsischen Bad Düben war von der Musik geprägt. Begeistert spielte sie Klavier und Saxophon. Ihre »steile« Karriere begann mit dem Umzug nach Berchtesgaden 1993. Hier entdeckte die junge Physiotherapeutin ihre Liebe zu den Bergen. Das Klettern war fortan ihre große Leidenschaft. 2001 startet Ines ihre Profikarriere und gewinnt den Gesamtweltcup im Eisklettern. Drei Weltmeistertitel, zahlreiche Weltcupsiege und Platzierungen auf dem Siegertreppchen folgen.

Vertikales Allroundtalent

2006 verabschiedet sich Ines aus dem Wettkampfzirkus. Zunehmend gewinnen Ziele im Gebirge und Expeditionen für sie an Bedeutung. Sie klettert extreme Mixed-Routen wie 2007 »Law and Order«. Als erster Frau gelingt ihr damit eine Route im Schwierigkeitsgrad M13. Auch beim Sportklettern ist Ines vorn dabei: viele Routen im Grad 8a und 8a+ hat sie auf ihrem Begehungskonto verbucht. Im Jahr 2004 klettert sie mit »Schattenkönig« (8b) ihre bisher schwierigste Sportkletterroute. Auch mit alpinen Felsklettereien wie der Rotpunktbegehung von »Camilotto-Pelllisier« (8b) an der großen Zinne (2006) oder »Letzte Ausfahrt Titlis« (8a+) in der Schweiz (2003) machte das Allroundtalent von sich reden. 2003 sicherte sie sich die erste Rotpunktbegehung an einem Tag von »Symphonie de Liberté« (8a) in der Eiger-Nordwand. Zudem hat sie eine lange Liste von alpinen Routen im IX. Schwierigkeitsgrad in ihrem Tourenbuch stehen.

Das größte Highlight

Im Winter 2008 erreicht Ines zusammen mit Cory Richards über eine neue Route an der Nordwand den Kwangde Shar (6093 m). Dieses Unternehmen bezeichnet sie selbst als »das härteste Abenteuer meines Lebens«. Ein Ereignis stellt für sie aber alle Goldmedaillen und Erstbegehungen in den Schatten: Die Geburt von Sohn Manuel im Jahr 2000 war ihr größtes Highlight.

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