Hanspeter Eisendle
Hanspeter Eisendle ist seit 1982 hauptberuflich Bergführer und ist heute Inhaber einer Bergschule, deren Programm vor allem auf Individualität setzt. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie in Sterzing/Südtirol.
Als Bergführer durch schwierigste Wände
Bekannt geworden ist Hanspeter durch seine zahlreichen Erstbegehungen und Wiederholungen schwierigster Routen, vor allem in den Dolomiten – herausragend unter anderem die erste »onsight«-Begehung »Weg durch den Fisch« (7b+) an der Marmolada-Südwand und im gleichen Stil »Gelbe Mauer« (7c) an der Kleinen Zinne-Südwand. Im Sportklettern war er bis zum X. Schwierigkeitsgrad unterwegs. Aber auch an den Weltbergen kletterte er schwierige Routen, so im Jahr 1986 die berühmte »Nose« am El Capitan/Yosemite Valley/USA in zehn Stunden. Spektakulär war auch seine 24-Stunden-Unternehmung, bei der er die beiden berühmtesten Nordwände in Südtirol, die Ortler-Nordwand und die Nordwand der Großen Zinne innerhalb von 24 Stunden durchstieg und dabei die Strecke zwischen den beiden Bergen (240 Kilometer) mit dem Fahrrad bewältigte.
Klassisches Bergsteigen...
Heute gilt sein Interesse vor allem den großen kombinierten Routen an den hohen Alpengipfeln, teilweise auch im Winter sowie dem Ski-Bergsteigen; er unternimmt pro Winter zwischen 100 und 200 Skitouren! Alles ein Ausdruck für seine »altmodische« Einstellung zum klassischen Bergsteigen, bei dem das Erleben der persönlichen Exponiertheit in der Wildheit der Berge weit vor dem Erlebnis einer messbaren Leistung steht. Ausdruck dafür sind seine Reisen in ferne Gebirge, wie etwa in den Oman, wo ihm zahlreiche Erstbegehungen gelangen oder in den Himalaya, wo er vor allem mit kleinen Gruppen auf leichtere Gipfel steigt.