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Alexander Huber – alpine Weltspitze

Bergsportliche Höchstleistungen weltweit. Keine andere Seilschaft prägt den modernen Alpinismus so sehr wie die »Huberbuam«: Schwierigste Erstbegehungen im Sport- und alpinen Felsklettern zeichnen Alexander und Thomas aus. Zwei Ausnahmetalente, die heute als Berufsbergsteiger leben.

Zuhause in den Bergen

Die Huber Brüder

Der Vater ging mit Alexander (Jahrgang 1968) schon früh in die Berge. Bereits im Alter von zwölf Jahren stand er auf seinem ersten Viertausender. Und bald machte der junge Alexander mit Wiederholungen und Erstbegehungen im Alpenraum auf sich aufmerksam. 1992 dann der Paukenschlag: Alex kletterte »Om«, die weltweit zweite Route im glatten elften Schwierigkeitsgrad. Zum endgültigen internationalen Durchbruch verhalf ihm 1995 die erste Rotpunkt-Begehung der »Salathé« am El Capitan im kalifornischen Yosemite Valley.

Unternehmen Bigwall

Dort realisierten die Huberbuam auch zahlreiche erste freie und Erstbegehungen. So kletterte Alex mit seinem Bruder 1998 die Route »El Nino« (X–), die erste freie Begehung der »North American Wall«. Und im Jahre 2003 gelang ihm, wieder mit Thomas, die erste Rotpunkt-Durchsteigung der »Zodiac« (X+) am El Capitan. Hier stellten beide 2004 auch den Speedrekord mit 1:51,34 Stunden auf. Und es sollte nicht der einzige bleiben: 2007 fiel schließlich der Speed-Rekord an der »Nose«: Eine tausend Meter hohe Granitwand in 2:45,45 Stunden! Zusätzlich hatte Alexander seine Kletterfähigkeiten auch auf extremere Gegenden übertragen. 1997 gelang die Erstbegehung der Latok II-Westwand im Himalaya gemeinsam mit seinem Bruder, Conrad Anker und Toni Gutsch.

Alpine Höhepunkte

Im Winter 2000 glückte dem diplomierten Bergführer ein Geniestreich in den Dolomiten. Im Alleingang beging er »Bellavista« (IX-/A4) und kletterte das riesige Dach im nächsten Jahr sogar frei. »Bellavista« (XI–)  wurde damit zum ersten alpinen Elfer und zu einer der derzeit wohl anspruchsvollsten alpinen Felskletterei überhaupt. 2002 folgte die spektakuläre Free-solo-Begehung der Diretissima an der Großen-Zinne-Nordwand (VIII+). Und schließlich durchstieg er 2007 den gewaltigen Dachausbruch an der Nordwand der Westlichen Zinne mit seiner Route PanAroma (XI–).

Zuletzt gesehen in ...

Im vergangenen Jahr gelang Alexander ein weiteres »High Light«, diesmal im Mont-Blanc-Massiv: Über die »Voie de Suisse« (VII+) kletterte er free solo auf den Grand Capucin und stieg über die gleiche Route wieder ab! Im Spätherbst des gleichen Jahres war Alex dann gemeinsam mit seinem Bruder und Stephan Siegrist in der Antarktis unterwegs; unter schwierigsten Bedingungen gelangen ihnen dort drei neue Routen: »Eiszeit« (VII+, A4), »Skywalk« (VII–) und »Sound of Silence« (VIII–, A2).

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