International Mountain Summit
Die Organisatoren & Veranstalter des IMS
Der International Mountain Summit, kurz IMS vom 3. bis 9. November in Brixen soll zu einem einzigartigen und bisher noch nicht dagewesenen Event für Bergfreunde jeder Couleur werden. Worum es dabei gehen wird, was die Ideen dazu waren und was die Besucher erwarten wird, darüber sprach der Chefredakteur der Zeitschrift BERGSTEIGER, des Medienpartners von IMS, mit den Organisatoren von Eventus.
Markus Gaiser: Sicherlich wird die so genannte »Elefantenrunde« gleich am Eröffnungstag einer der Höhepunkt des IMS. Da werden einige der wichtigsten Extrembergsteiger, die die Entwicklung des Bergsteigens in den letzten 20 Jahren geprägt haben, teilnehmen. Der Abend wird von Ernst Vogt vom Bayrischen Rundfunk moderiert. Seine Aufgabe wird es sein, sowohl brisante, aber auch für die Bergkultur wichtige Themen zur Sprache zu bringen. Auch das »Walk & Talk«, bei dem die Gäste des IMS gemeinsam mit den Spitzenbergsteigern wandern können, ist ein spannender Programmpunkt. Nicht zu vergessen die Vorträge der Elitebergsteiger, wie Reinhold Messner, Hans Kammerlander, Alexander Huber, Ines Papert bis hin zu Steve House und Lynn Hill. Im Rahmen des IMS wird auch eine Tagung der Arge Alp (Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer) stattfinden. Zudem würden wir uns wünschen, dass sich die Alpenvereine des »Arc Alpin« (Verband der Bergsportverbände des Alpenbogens) zu einer Internationalen Tagung in Brixen treffen. Was am Ende jedoch zählt, ist dass alle Besucher – Teilnehmer und Gäste – zufrieden und mit einem unvergesslichen Erlebnis im Rucksack nach Hause fahren.
Was hat Euch ursprünglich veranlasst, ein Event wie den »International Mountain Summit« zu initiieren?
Alex Ploner: Wir wollten eine Veranstaltung ins Leben rufen, die international Beachtung findet und authentisch ist. Auf der Suche nach einem passenden Thema sind wir nach längerem Überlegen und verschiedenen Gesprächen auf das Thema »Berg« gestoßen und waren ziemlich verwundert, als wir feststellen mussten, dass es derzeit keine Veranstaltung in Südtirol gibt, die sich mit diesem Thema beschäftigt.
Markus Gaiser: Die Idee zum Alpinismus-Kongress wurde gemeinsam mit Alex Ploner in vielen Arbeitsitzungen verfeinert. Gespräche mit Insidern wie Reinhold Messner sowie mit Experten aus Tourismus und Vermarktung haben gezeigt, dass wir auf den richtigen Weg sind, eine einzigartige Veranstaltungsidee zu verwirklichen. So waren wir motiviert die Idee weiterzuentwickeln und die Veranstaltung, die nachhaltig sein muss jährlich zu organisieren.
Welche Ideen und Zielsetzungen stehen hinter »IMS«?
Alex Ploner: Der IMS soll ein Erlebnis für alle Beteiligten bieten, das ist uns sehr wichtig. Die Besucher, die nach Südtirol kommen, sollen die bekanntesten Bergsteiger der Welt hautnah erleben können, mit ihnen auf »Tuchfühlung« gehen können. Dafür haben wir die Idee des »Walk and Talk« entwickelt, wandern mit den Profis. Auch die Vorträge der Extrembergsteiger sollen in einer neuen Art in einer neuen Kulisse präsentiert werden. Wir wollen die Besucher überraschen, mit Video und Audioeffekten, die es in dieser Art noch nie bei solchen Summits gegeben hat.
Markus Gaiser: Unsere Vision ist es, »IMS« zur internationalen Informations-, Kommunikations- und Präsentationsplattform rund um das Thema »Berg« und zum Szenentreff für Alpinisten werden zu lassen. Und wir wollen etwas für unser Land Südtirol tun. Der Berg wird in keiner der bestehenden Veranstaltungen in Südtirol thematisiert. Für Südtirol soll »IMS« ein authentischer und attraktiver Kommunikationsanlass zur Vermarktung von Südtirol auf internationale Ebene werden. Südtirol ist der authentische Ort für ein »Internationales Gipfeltreffen« dieser Art. Denn Südtirol verfügt über eine lange Bergsteigertradition, einige der bedeutendsten Bergsteiger kommen aus Südtirol, und wir haben die Dolomiten, die bald zum Weltkulturerbe gehören.
Welche Zielgruppen wollt Ihr mit »IMS« ansprechen?
Alex Ploner: Das Tolle am Thema Berg ist ja, dass es Jung und Alt berührt und fasziniert. Man denke nur an die Begeisterung der Kinder und Jugend für Boulderhallen und Klettergärten. Es wird geschätzt, dass rund 8 Millionen Deutsche einmal im Monat wandern gehen, und Südtirol hat Millionen von Übernachtungen im Jahr – die Berge ziehen Menschen magisch an. Meine Eltern, beide mittlerweile in Pension, verbringen Ihre Zeit beim Skifahren im Winter oder beim Mountainbiken im Sommer und genießen die Berge mit all ihren Facetten. Die Zielgruppen für den IMS reichen von Kindern bis zu den Pensionisten. Deshalb haben wir auch Bergprofis eingeladen, die ihre großen Erfolge in der Vergangenheit haben, dazu solche, die ihre großen Erfolge gerade vollbringen; und die Nachwuchs-Bergsteiger, die eine große Zukunft vor sich haben, werden ebenfalls bei uns zu Gast sein.
Einer der Ideatoren vom »IMS« ist Reinhold Messner; welche Funktion hat er für den Event?
Markus Gaiser: Reinhold Messner fungiert eher als Garant. Ihm müssen wir danken, dass die Landespolitiker unsere Veranstaltung ernst nehmen, weil Reinhold Messner den IMS gut geheißen hat. Mit der Entwicklung der Idee und mit der Organisation der Veranstaltung hat Herr Messner nichts zu tun – außer dass er wie alle anderen Spitzenbergsteiger als »Referent« an den verschiedenen Programmpunkten teilnimmt.
Alex Ploner: Reinhold Messner ist unbestritten der bekannteste und für mich auch der faszinierendste Bergsteiger der Gegenwart. Seine Leistungen sind beeindruckend, Messner als Mensch ist es auch. Wir haben erfahren, dass er und Hans-Peter Eisendle schon im Jahr 2000 im Basislager an einem Achttausender über die Idee gesprochen hatten, eine Bergsteiger-Veranstaltung ins Leben zu rufen. Er hat Markus und mir so manche Tür in Südtirol geöffnet und die Idee des IMS von Anfang an unterstützt, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Die Organisation und damit auch Verantwortung des IMS liegt allein in unseren Händen und Reinhold Messner und ist beim IMS ein Gast wie jeder andere Bergsteiger auch. Für uns als Veranstalter ist es eine Freude und Ehre, dass er den IMS bei seinen Auftritten bewirbt. Diese Unterstützung erfahren wir von allen Bergprofis, die am IMS teilnehmen, wofür wir allen recht herzlich danken.
Ihr habt zudem eine Reihe hochkarätiger Spitzenbergsteiger zum IMS eingeladen; was versprecht Ihr Euch – außer der Werbewirksamkeit der Namen – von deren Präsenz?
Markus Gaiser: Es gibt europaweit kaum eine Veranstaltung, bei der sich die Extrembergsteiger treffen, sich austauschen und an einer großen Diskussionsrunde teilnehmen. Interessant ist, dass sich die meisten Spitzenbergsteiger persönlich kaum kennen. Einige haben sogar bereits bestätigte Termine bei anderen Veranstaltungen verschoben oder dort sogar abgesagt. Man sieht, auch den Bergsteigern liegt etwas am IMS. Wir hoffen sehr, dass eine echte Diskussion und viele Gespräche zum Thema »Berg« zwischen Extrembergsteigern, Bergbegeisterten, Fachpublikum und Medien stattfinden.
Alex Ploner: Es ist eine tolle Sache, dass man als Veranstalter die Möglichkeit hat, diese klingenden Namen der Bergsteiger-Szene einladen und im November begrüßen und kennen lernen zu dürfen. Sie sind alle sehr kooperativ und unkompliziert, doch ebenso ausgeprägte Individualisten. Ich freue mich auf die Auseinandersetzung mit Ihnen. Von ihrer Anwesenheit erwarten wir uns, dass sie die Gelegenheit nutzen, um Themen zu besprechen, die Ihnen wichtig sind, denn schließlich sind die Extremsportler Vorbild für viele und man hört auf sie. Wir hoffen natürlich auch, dass sie Fans anziehen und ebenso die Medien, und dass es spannende Gespräche zwischen allen Beteiligten gibt.
Der IMS ist ja eine Veranstaltung für jeden Bergfreund; gibt es also auch »Stars zum Anfassen«?
Alex Ploner: Selbstverständlich! Das Programm ist so gestaltet, dass man einerseits mit den Spitzenbergsteigern wandern gehen, sie nach den Vorträgen auch beim »Abklettern« in einer der zahlreichen Gaststätten in Brixen treffen kann. Weiters sind Autogrammstunden ebenso geplant wie Diskussionsrunden und ein großes Fest am Samstag. Vielleicht wird ja der eine oder andere Spitzenbergsteiger sogar das Tanzbein schwingen. Wir lassen uns überraschen...
Ihr habt bestimmt eine Reihe von Partnern, die Euch helfen, den IMS zu »erklettern«; welches sind da die wichtigsten?
Markus Gaiser: Natürlich, ohne Partner geht gar nichts. Die Landesregierung ist am Thema sehr interessiert. Die verantwortlichen Politiker unterstützen uns und haben den IMS zum Lead-Event für Südtirol erklärt. Die Stadt Brixen fungiert als Schirmherr und Austragungsort. Beide greifen dem IMS finanziell stark unter die Arme. Die Südtiroler Marketing Gesellschaft (SMG) unterstützt uns in der Kommunikationsarbeit. Zudem möchten wir mit den Alpenvereinen vor Ort, aber auch international, sehr eng zusammenarbeiten und auch ihnen eine Art Plattform zur Kommunikation bieten.
Eine ganze Woche lang Entertainment zum Thema »Berg« ist eine ganze Menge; welche Programmpunkte sind für Euch die Stützpfeiler des IMS?
Alex Ploner: Das muss jeder für sich selbst bestimmen, denn für die jungen Bergfreunde werden andere Programmpunkte wichtig sein als für Alpenvereinsvorsitzende, Politiker, Medienleute oder Extrembergsteiger. Wichtig ist uns, dass jeder Besucher des IMS mit einem unvergesslichen Erlebnis nach Hause gehen wird. Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, werden wir viel Zeit und Geld investieren.
Markus Gaiser: Sicherlich wird die so genannte »Elefantenrunde« gleich am Eröffnungstag einer der Höhepunkt des IMS. Da werden einige der wichtigsten Extrembergsteiger, die die Entwicklung des Bergsteigens in den letzten 20 Jahren geprägt haben, teilnehmen. Der Abend wird von Ernst Vogt vom Bayrischen Rundfunk moderiert. Seine Aufgabe wird es sein, sowohl brisante, aber auch für die Bergkultur wichtige Themen zur Sprache zu bringen. Auch das »Walk & Talk«, bei dem die Gäste des IMS gemeinsam mit den Spitzenbergsteigern wandern können, ist ein spannender Programmpunkt. Nicht zu vergessen die Vorträge der Elitebergsteiger, wie Messner, Kammerlander, Alexander Huber, Ines Papert bis hin zu Steve House und Lynn Hill. Im Rahmen des IMS wird auch eine Tagung der Arge Alp (Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer) stattfinden. Zudem würden wir uns wünschen, dass sich die Alpenvereine des »Arc Alpin« (Verband der Bergsportverbände des Alpenbogens) zu einer Internationalen Tagung in Brixen treffen. Was am Ende jedoch zählt, ist dass alle Besucher –Teilnehmer und Gäste – zufrieden und mit einem unvergesslichen Erlebnis im Rucksack nach Hause fahren.